Standpunkte: Wolf

Der Umgang mit dem Wolf wird seit Monaten heiß diskutiert und ist ein sehr emotional belastetes Thema. Ich möchte dazu beitragen, diese Diskussion zu versachlichen.

Es macht keinen Sinn, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen. Da er europaweit unter Naturschutz steht, wäre er trotzdem ganzjährig geschont. Die Forderung nach der Aufnahme in das Jagdrecht ist derzeit rein populistisch und ohne jeglichen Effekt, und das wird sich so lange nicht ändern, so lange das EU-Recht gilt.

Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sollen weiterhin sowohl beim Ausgleich von Wolfsrissen, wie auch bei der Umsetzung präventiver Maßnahmen unterstützt werden. Diese Unterstützung soll weiter verbessert werden.

Die Sicherheit des Menschen hat absolute Priorität! Ein sich auffällig verhaltender Wolf wird nötigenfalls auch getötet – das ist nach § 45 Absatz 7, Nr. 4 des Bundesnaturschutzgesetzes möglich und wurde in Niedersachsen schon einmal umgesetzt. Aber nicht jede Sichtung von Wölfen in der Nähe von Siedlungen ist bereits als auffälliges Verhalten zu werten.

Ich kann jeden Menschen verstehen, der Angst um sich, seine Angehörigen, Haustiere oder Nutztiere hat, wenn er einen Wolf sieht.  Der Wolf ist ein Raubtier – wie andere auch. Aber mit angstschürenden Schlagzeilen werden wir die Situation nicht lösen.