Interview mit der Ostheiderundschau

Ostheiderundschau: Du bist Informatikerin, und selbstständig im IT-Bereich. Außerdem kommst Du aus dem Rettungsdienst. Was hat Dich dazu bewogen, in die Politik zu gehen?
Naja, ich war schon immer sehr sozial eingestellt und wollte und will meinen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Früher war das der Rettungsdienst und die Rettungshundearbeit, jetzt ist es die Politik. Die Politik deshalb erst jetzt, weil ich denke, dass man ein gewisses Maß an Lebenserfahrung und, sagen wir mal, Weisheit haben muss, um dort einen vernünftigen und sinnvollen Beitrag zu leisten. Was nicht heißen soll, dass junge Politiker unfähig sind, aber für mich persönlich ist diese persönliche Reife ein wichtiges Kriterium. ohne die ich diesen Schritt nicht getan hätte.

OR: Was sind Deine persönlichen Ziele für die kommende Legislaturperiode? Was ist dabei die sozialdemokratische Handschrift?
Ein großes Ziel ist, das Miteinanderleben gut zu gestalten. Ich denke da an Wohnen im Alter, Gemeinschaften aus Jung und Alt in Mehrgenerationenhäusern und andere Projekte, die sich intensiv damit befassen, wie wir miteinander leben und alt werden wollen.
Ein zweites Ziel ist es, die Bildung für alle kostenlos zu machen. Das mag jetzt nicht unbedingt sozial sein, da ja auch Reichere davon profitieren, aber es ist unbedingt notwendig, um allen dieselben Chancen im Leben zu geben.
Außerdem müssen wir dringend und intensiv den Ausbau des Internetzugangs hier in den beiden Landkreisen vorantreiben, weil sonst diese Region wirtschaftlich nicht mehr auf die Füße kommt.
Dieses sind Ziele, die auch die SPD in ihrem Programm für Niedersachsen ausdrücklich unterstützt und fördert.

OR: Wie schätzt Du die aktuelle Situation der SPD in Niedersachsen ein?
Ich denke, wir haben gute Arbeit geleistet und würden gerne so weitermachen. Durch die vorgezogenen Wahlen ist das jetzt temporeicher als geplant, aber die erfolgreiche Arbeit der SPD-geführten Landesregierung spricht für sich, und darauf bauen wir auf.

OR: Was steht für Dich persönlich noch an bis zur Landtagswahl am 15. Oktober?
Arbeit (lacht). Ich versuche, den Spagat zwischen meiner Arbeit und dem Wahlkampf so gut wie möglich hinzubekommen. Und ich möchte mit so vielen Menschen wie möglich aus meinem Wahlkreis persönlich sprechen – es gibt unglaublich viele interessante Ideen und Gedankenanstöße, und ich finde es unglaublich spannend, sie kennenzulernen und weiterzutragen.